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Rasen mähen am BVL-Turm

Wie in den meisten Luftsportvereinen wird auch von Mitgliedern der Motorfluggruppe des Bremer Vereins für Luftfahrt ein gewisses Maß an Engagement erwartet. Diese von Mitgliedern unentgeltlich abgeleisteten „Baustunden“ sind einer der Hauptgründe dafür, dass Vereine – anders als kommerzielle Flugschulen – ihren Mitgliedern in aller Regel eine günstige Ausbildung und Charter zum Selbstkostenpreis anbieten können.

Üblicherweise fordern Segelflugvereine von ihren aktiven Mitgliedern verhältnismäßig hohe Zahlen an Baustunden. In der Motorfluggruppe beschränken sich die Baustunden auf vier pro Jahr und aktives Mitglied. Diese können auf verschiedene Weise abgeleistet werden.

Eine Aufgabe, die viele Piloten als angenehm empfinden, ist die Rasenpflege in unserem Garten am Bremer Flughafen. Die Bremer Motorflieger verfügen über ein kleines Gartengrundstück am Flughafen Bremen. Vom Vorfeld trennt die Grünfläche nur ein Zaun. Eigentliches Highlight aber ist der Turm, der dort seit 1964 steht. Auch wenn es viele glauben, war der Turm nie ein Kontrollturm der Flugsicherung oder ähnliches, sondern von Anfang an vom BVL als Vereinsheim konzipiert. 

Checkliste RasenmäherSo kommt es, dass unsere Piloten im Sommer das eine oder andere Mal kein Flugzeug starten, sondern stattdessen die Checkliste für den Rasenmäher durchgehen. Da nicht alle aktiven Mitglieder den Rasen mähen können, gibt es natürlich auch andere Möglichkeiten, sich im Verein zu engagieren. Zum Beispiel wird in der Regel jährlich ein Hauptarbeitsdienst organisiert, bei dem viele Mitglieder zusammenkommen und ganz verschiedenen Aufgaben nachgehen. Wer keinen Arbeitsdienst leisten will, kann sich auch „freikaufen“. Der zu Beginn des Jahres gezahlte Baustundenbeitrag wird in diesem Fall nicht dem Flugkonto gutgeschrieben. Doch das ist keineswegs Sinn der Sache: lebt doch jeder Verein von der Beteiligung seiner Mitglieder.