Ein Ballon ist nicht lenkbar. Deshalb ist jede Fahrt  ein neues Entdeckerabenteuer. Jede Landung ist „Neuland“. – Trotzdem kann man das Ballonfahren erlernen. zuerst einmal braucht man dazu Geduld.
Geduld gepaart mit Kenntnis der Wetterkunde. Aber auch das wird im BVL vermittelt. Nicht nur Wetterkunde ist gefragt auch Luftrecht (klingt trocken, ist aber ganz spannend), Gaskunde, Aerodynamik, Notfallverfahren (Wer Gefahrensituationen trainiert, muss nicht darin untergehen), menschliche Leistungsdaten und Navigation gehören zur Ausbildung. Die praktische Ausbildung umfasst mindestens 20 Stunden am Brenner.

Unsere Ballone haben eine Größe von jeweils 3000 Kubikmetern, das ist ganz normaler Durchschnitt. Sie haben zwei Brenner, die mit Propangas beheizt werden. Die Flamme ist 7 Meter hoch und 2000° C heiß. Und 0,5° C Differenz am Top des Ballones macht, ob er steigt oder fällt.
Die Höhe beträgt 25 Meter und die Oberfläche der Hülle ist ca. 1000 Quadratmeter, entsprechend einer Segelfläche von etwa 500 Quadratmetern – und das bedeutet eine starke Windempfindlichkeit. Bei 12 Knoten, ca. 20 kmh Windgeschwindigkeit hört es auf, Spaß zu machen und es wird Hochleistungssport. Bei 16 Knoten, etwa 30 kmh, 4 Beaufort, ist die Belastbarkeitsgrenze des Ballones von der Zulassung erreicht. – Deshalb ist in Bremen dann die oben erwähnte Geduld gefragt.

Ballonsport ist ein Mannschaftssport. Einen Ballon aufzurüsten benötigt 4 Personen, ein Pilot und
3 Helfer.
Ein Helfer – es können auch mehr sein und das ist lustiger – verfolgt den Ballon vom Start bis zur Landung im Auto mit Ballonhänger. Das Funkgerät und auch Erfahrung helfen, den Ballon wieder aufzufinden nach einer Rallye durch die Landschaft. Dann fährt die Crew zum BVL zurück und es wird Erlebtes ausgetauscht, ein Teil von oben gesehen und ein Teil von unten gesehen ergeben ein vollständiges Bild.